Unsere Finanzen:
Fair & Transparent

Beraten ist nicht nur unser Beruf, sondern unsere Berufung.

Dass die Jugendberatung dermaßen in Anspruch genommen wird, bestätigt uns und unsere Arbeit, eine gute Arbeit trotz bescheidener finanzieller Mittel und einer sehr geringen Mitarbeiter*innenzahl.

Laut Verbänden und Kommunen sollten Beratungsstellen mindestens 3 Mitarbeiter*innen haben. Diesem Wunsch können wir nicht entsprechen, denn wir verfügen lediglich über 69 Berater*innen-Stunden.

Unser Haushaltsvolumen z.B. für das Jahr 2020, beläuft sich auf € 225.432. Unsere Einnahmen setzen sich aus folgenden Beihilfen usw. zusammen:

Beihilfe der Stadt Hannover € 134.644 (59,73%)
Beihilfe der Region Hannover € 32.425 (14,38%)
Zuschuss des Landes Niedersachsen für
Schwangerschaftskonfliktberatung
€ 54.113 (24,00%)
Zahlungen Dritter ohne Förderung € 1.400 (0,62%)
Sonstige Einnahmen € 2.850 (1,26%)

Die Ausgaben sind in zwei große Positionen aufgeteilt: Personal- und Sachkosten, wobei der Personalkostenanteil erwartungsgemäß mit ca. 75% des Gesamtvolumens den Löwenanteil darstellt und mit €169.127 zu Buche schlägt; hingegen belaufen sich die Sachkosten lediglich auf €56.305.

Die Sachkosten lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

Personalnebenkosten € 7.385 (3,28%)
Externe Dienstleister*innen € 3.340 (1,48%)
Raumkosten € 24.080 (10,68%)
Büro- und Verwaltungskosten € 21.500 (9,54%)

Auch bei Verteilung – trotz Kostensteigerung im Sachmittelbereich – bemühen wir uns stets, die ca. 75% des Gesamtetats an Personalkosten einzuhalten.

Leider können wir unsere Mitarbeiter*innen nicht leistungsgerecht oder in Anlehnung an den Tarifen im Öffentlichen Dienst entlohnen. Selbst wenn die Stadt Hannover aktuell eine Erhöhung der reinen Personalkosten von 2,81 % p.a. zahlt, ist es nicht möglich, dass unsere Mitarbeiter*innen das gleiche Lohnniveau haben, als würden sie bei der Stadt angestellt sein.

Was für die Jugend oder soziale Einrichtungen im Stadtteil Sahlkamp gilt, gilt auch bei nahezu allen freien Trägern dieser Stadt: Die Förderquoten sind zu niedrig angesetzt.

Unsere besondere Situation ist, dass wir aufgrund einer Beihilfekürzung über weniger als drei Planstellen verfügen; somit haben wir im Beratungssektor nur 69 Stunden pro Woche zur Disposition.

Mit diesem Stundenkontingent können weder die gestiegene und intensivere Frequentierung der Beratung noch die Teilnahme an Arbeitskreisen sowie die so wichtige Präventionsarbeit gewährleisten werden – von einem Ausbau im Online-Bereich ganz zu schweigen, mit dem wir ja den Einfluss der Corona-Maßnahmen abfedern wollen.

Dazu kommt noch, dass bei einer so dünnen Personaldecke trotz guter Planung Engpässe unvermeidbar sind, insbesondere bei Urlaubs-/Fortbildungs- und Krankheitsvertretung. Folglich kann es zu zeitlichen Verzögerungen in der Beratung kommen, aber weder die Schwangerschaftskonfliktberatung noch Notsituationen lassen Wartezeit zu.

Auch dem Bildungsauftrag für junge Berufsanfänger*innen, den wir als Einrichtung haben, können wir kaum gerecht werden. Daher benötigen wir umgehend eine Stundenaufstockung in der Beratung um mindestens 20 Std./Wo.

Auch im Sachkostenbereich sind Kostenerhöhungen und Preissteigerungen bei Energie, Miete, usw. nur dadurch aufzufangen, indem wir Umverteilungen und Einsparungen in unseren Jahresetats vornehmen, die letztendlich immer wieder auf Kosten der Öffentlichkeitsarbeit / Werbung in Richtung unserer Zielgruppe gehen.

Diese Umverteilung kann nicht dauerhaft funktionieren, da auch dort die Kapazitäten ausgeschöpft sind. Wir brauchen finanzielle Mittel, um mit gezielter Außenwerbung Jugendliche in unserer Stadt auf unser Hilfs- und Beratungsangebot aufmerksam zu machen.

Wir benötigen für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 die Erhöhung der Beihilfen um € 36.000 p.a.

Dabei machen die Personalkosten € 27.500 aus und € 8.500 sind für Sachkosten veranschlagt, weil wir zum einen die stets steigenden Kosten nicht mehr durch Einsparungen ohne Qualitätseinbußen auffangen können und zum anderen ganz dringend die Aufstockung der personellen Unterstützung für unsere so wichtige Jugendarbeit benötigen.

Geplante Ausgaben 2021 (261.781 €)

Ausgaben 2021

Geplante Ausgaben 2022 (274.781 €)

Ausgaben 2022

Personalkosten

Personalnebenkosten

Externe Dienstleister

Raumkosten

Büro- und Verwaltungskosten

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